Bäcker

Heimrad Bäcker

Die Schoah steht im Zentrum der Arbeit von Heimrad Bäcker. Literarisch arbeitet er mit ausgewählten isolierten Dokumenten, die er in ein Bezugssystem,
nachschrift, einfügt, das sich nicht als Roman oder Erinnerungsprosa, sondern als Dokumentarliteratur mit den ästhetischen Mitteln der konkreten Poesie versteht. Dieses Verfahren setzt Bäcker auch in „dokumentarische Fotografie“ um. Ab den späten Sechzigerjahren fotografiert er Relikte der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie, vor allem in den ehemaligen Konzentrationslagern Maut-
hausen und Gusen. Sujet sind scheinbar nebensächliche topografische und architektonische Spuren oder die mediale Dokumentation der Schoah und damit zusammenhängende Gerichtsprozesse im Fernsehen.