Lehocká
Denisa LehockáIm Zusammenhang von Lehockás künstlerischem Schaffen ist Ohne Titel
(2000) als Teil eines größeren Werkkomplexes zu sehen, als eine Spur in einem offenen System laufender Aufzeichnungen ihrer Erfahrungen und Beobachtungen. Die Arbeit erscheint wie ein „Eintrag“ in einer Serie von Protokollierungen ihres jeweiligen durch Introspektion und sehr persönliche Referenzen ermittelten Stands der Dinge. Ohne Titel ist ein komplexes zusammenhängendes System von auf konzeptkünstlerische Traditionen verweisenden Objekten und Interventionen im Raum. Ein Tisch und Stühle eröffnen trotz ihrer ungewöhnlichen Anordnung eine Achse der Vertrautheit und Intimität, die unseren Zugang zum Ganzen erleichtert. Sie sind zugleich auch als Hauptplattformen, als Träger der anderen Elemente der Installation definiert und bestimmen als solche die Abstände und Beziehungen innerhalb dieser strukturierten Einheit. Ohne Titel könnte als ein unaufdringlicher Vorschlag betrachtet werden, die uns umgebenden Dinge durch eine persönliche Topografie und in ihren poetischen Möglichkeiten zu sehen. |



