Iveković

Sanja Iveković

Die Arbeiten Sanja Ivekovićs handeln von der Kritik an der Ideologie des Sichtbaren und fragen nach dem Verhältnis von Realität und Reproduktion.
Iveković nutzt das performative Potenzial der Massenmedien, der Magazine
und Tageszeitungen, der Werbung, der „öffentlichen“ und – ganz entscheidend – auch der „privaten“ Fotografie, um ihre eigene Person als strukturelle Bezugsfigur im weiten Feld der Repräsentation ins Spiel zu bringen. Es liegt in der Logik dieses künstlerischen Ansatzes, dass das symbolische, politische und soziale Feld, das Iveković uns vorführt, sich als geschlechtlich definiert und dass das Verhältnis zwischen „dem Mann“ und „der Frau“ sich als asymmetrisch erweist. The Black File (1975–1978) ist präsentiert wie eine Polizeiakte. Alltägliche Suchmeldungen einer Tageszeitung, die den Namen, ein Foto und eine Beschreibung eines vermissten Mädchens enthalten, werden konfrontiert mit erotischen Magazinporträts von sehr jungen Mädchen, wobei die Bildunterschriften lediglich einen weiblichen Vornamen und das Alter angeben.
 
 

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