Mančuška

Jan Mančuška

Ján Mancuškas neuere Arbeiten sind überaus persönlich. Nicht im Sinne irgendeines Bekenntnisses, sondern durch die Art, wie sie mit dem Publikum
interagieren – er spricht sein Publikum als Individuen, als Einzelwesen an. Es
fiele schwer, seine Arbeiten mit irgendeinem anderen Adjektiv als „individuell“ zu versehen. Sie sind weder unmittelbar politisch, feministisch, antikolonialistisch oder
dokumentarisch, noch sind sie mit irgendeiner sozialwissenschaftlichen Fragestellung verbunden. Sie beziehen sich auf das Dasein des Individuums im Allgemeinen. Sie analysieren nicht, in welchem Umfeld dieses Individuum verankert ist, sondern gehen eher von einer Schicht aus, die ihre Basis im Alltagsleben einer bestimmten
Person – eines allgemeinen Individuums –hat. Die menschliche Wahrnehmung und Erinnerung sind selektiv, und das
Charakteristische solcher Eindrücke und Erinnerungen ist gerade der Umstand,
dass man oft Dinge bemerkt, die neben, hinter oder vor den eigentlichen –
infrage oder zur Diskussion stehenden –„Ereignissen“ liegen.