Krasiñskis Arbeiten der späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahre sind weder ausgesprochen minimalistisch noch konzeptuell. Gefundene Objekte –
Metall, Bücher, Flaschen, Gummibälle et cetera – werden mit fragilen Materialien
wie Draht und Fäden zu Skulpturen kombiniert. Hie und da tauchen Buchstaben oder Zahlenfolgen auf. Dreidimensionale Formen bilden die Basis für fragile Skulpturen oder den Hintergrund für Fotoreproduktionen von Werken anderer Künstler. In J’ai perdu la fin !!! (1969), einer Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien, ent- oder verwickelt Krasinski ein Seil. Die humorvollen Fotos und die scheinbar
sinnlose Handlung sind eine ironische Antwort auf die Vorstellung vom traditionellen, ernsthaft vertieften Künstler bei der Arbeit. Die Idee des Verlorenseins oder Verlorengehens ist eine ironische Pose des Künstlers, dessen Werk konsequent die traditionellen Vorstellungen des Kunstschaffens untergräbt.
Edward Krasiński
* 1925 Łuck, Polen
† 2004 Warschau
Ausstellung (Auswahl)
2003 Splendor Geometrik, Gallery Gisela Capitain, Köln, D
2001 Beyond Preconceptions: The Sixties Experiment, Zachęta Narodowa Galerie Sztuki [Zacheta National Gallery of Art], Warszawa, PL
1997 Zachęta Narodowa Galerie Sztuki [Zacheta National Gallery of Art], Warszawa, PL
1996 Edward Krasinski, Kunsthalle, Basel, CH
1976 La Biennale di Venezia, 37. Esposizione Internazionale d´Arte, Venezia, I
1970 Collage de ruban de scotch bleu, Musée d’Art Moderne de la ville de Paris, des galeries de la Rive Gauche, F
1966 Fundacja Galerii Foksal [Foksal Gallery Foundation], Warsaw, PL
1965 Krzysztofory Galery, Kraków, PL
1965 participation in: Tadeusz Kantor’s Happening Cricotage, Towarzystwo Przyjaciół Sztuk Pięknych, Warszawa, PL
Bibliografie (Auswahl)
Edward Krasiński, Kunsthalle Basel, 1996
Krasiński, Zachęta Galery, 1997
Edward Krasiński, Foksal Gallery Foundation, Klosterfelde, Anton Kern Gallery, 2001
Edward Krasiński, Les Editions sensibles de l’art contemporain. Ecole regionale des beaux-arts Mairie de Caen, 2000