Martek

Vlado Martek

Das Werk von Vlado Martek umfasst Collagen, Fotografien, Skizzen und
Zeichnungen, Aktionen und Agitationen, Grafiken und Künstlerbücher, in denen
er seine Haltung und auch Rebellion gegenüber Autoritäten – seien es künstlerische, politische oder religiöse – zum Ausdruck bringt. Martek, der über die Dichtung zur bildenden Kunst kam, bezeichnet sich als „Präpoet“. Er „reinigt“ die Dichtung, reduziert sie auf ihre konstitutiven Elemente und Materialität: Bleistift, Radiergummi, Buchstaben, Gedichtformen et cetera. Sonette (1978–1979) zeigt die Gedichtform in ihrer charakteristischen Anordnung von vierzehn in zwei Quartette und zwei Terzette unterteilten Zeilen. Martek visualisiert die Verse tautologisch durch Wiederholung, sodass die Form eines Sonetts entsteht, dessen
Inhalt die „Realität“ der Dichtung wiedergibt. Seine Gedichte bestehen aus Zeilen aus ausgeschnittenem Papier, Bleistiftspänen oder aus Statements, in denen er seine eigene Arbeit befragt oder seine geistige Verfassung im Augenblick der Vorbereitung auf das Schreiben festhält. Bei alledem bleibt Martek immer analytisch, ironisch, poetisch und überaus witzig.