Struktur

Kontakt. Die Kunstsammlung der Erste Bank-Gruppe formierte sich im Jahr 2004 als „Verein zur Förderung mittel-, ost- und südosteuropäischer Kunst“. Das Ziel der Sammlung mit dem Namen „Kontakt“ besteht in der Schaffung neuer Standards für die Betrachtung zeitgenössischer Kunst aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Hierbei handelt es sich sowohl um das Entstehen einer kunsthistorisch fundierten als auch um eine auf langfristige Sicht konzipierte marktorientierte Sammlung, die die Spezifität lokaler Kunstpraktiken aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa im internationalen Feld thematisiert.

Kunstbeirat

Der Kunstbeirat entscheidet über Neuankäufe vor dem Hintergrund einer konsistenten inhaltlichen Konzeption und Ausstellungspraxis. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Beschäftigung mit spezifischen Aspekten der Gegenwartskunst in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die individuellen Zugänge der einzelnen Mitglieder ermöglichen sowohl eine ausdifferenzierte Betrachtung konkreter Themenfelder als auch die inhaltliche Schwerpunktsetzung der Sammlung.

Die Mitglieder des Kunstbeirats:

Silvia Eiblmayr ist Kunsthistorikerin und Direktorin der Galerie im Taxispalais in Innsbruck. Von 1988 bis 2004 arbeitete sie als Lektorin an der Akademie der bildenden Künste in Wien und u. a. an der Kunsthochschule für Medien Köln und an der Universität in Zürich. Als Gastprofessorin war sie außerdem an der Universität London, an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz tätig. Sie veröffentlichte zahlreiche Texte zur modernen und zeitgenössischen Kunst, u. a. Die Frau als Bild – Der weibliche Körper in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Dietrich-Reimer Verlag, Berlin 1993.

Georg Schöllhammer ist Kulturjournalist und Kurator. Als Chefredakteur und verantwortlicher Textchef bei springerin – Hefte für Gegenwartskunst bemüht sich Schöllhammer seit mehreren Jahren um wesentliche Kulturthemen in Zentraleuropa. Von 1988 bis 1994 schrieb er für die Tageszeitung Der Standard. Seit 1992 hält Schöllhammer als Gastprofessor Vorlesungen über die Theorie der Gegenwartskunst an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Darüber hinaus zeichnete er als Kurator u. a. für das internationale Kooperationsprojekt translocation (new) media/art und Co-Kurator des Festivals du bist die welt der Wiener Festwochen 2001 und von Ausstellungen in Jerewan und Sofia 2002 verantwortlich. Schöllhammer ist Herausgeber einer Publikationsreihe der documenta 12, die ab 2005 erscheinen wird.

Jiří Ševčík wurde 1940 in der Tschechoslowakei geboren und war 1962 bis 1965 u. a. Chefredakteur des Magazins Architektura CSR.
Von 1966 bis 1989 lehrte er an der Prager Architekturfakultät am Institut für Theorie und Geschichte der Kunst und Architektur. Von 1990 bis 1993 war er Chefkurator der Galerie der Stadt Prag und 1993 bis 1996 Direktor der Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst der Nationalgalerie Prag. Seit 1996 ist er als Vize-Direktor der Akademie der angewandten Künste in Prag tätig und seit 1997 außerdem Leiter des Forschungszentrums und Archivs für tschechische Kunst.

Branka Stipančić ist Kunstkritikerin und freie Kuratorin, lebt und arbeitet in Zagreb (Kroatien). Sie war von 1983 bis 1993 Kuratorin am Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb und Direktorin des Soros Center für zeitgenössische Kunst in Zagreb von 1993 bis 1996. Sie kuratierte u. a. die Ausstellung Baltic Times im Museum für zeitgenössische Kunst Zagreb und in der Galerie im Taxispalais in Innsbruck (2001), Chinese Whispers in apexart in New York (2000), Aspekte/Positionen im Museum des 20. Jahrhunderts in Wien (1999) und The Future is Now im Museum zeitgenössischer Kunst in Zagreb (1999). Jüngste Publikationen sind Mangelos nos. 1 to 9 1/2 (Museu Serralves, Porto, 2003) und Connections – Contemporary Artists from Australia (HDLU, Zagreb, 2002).

Adam Szymczyk wurde 1970 in Piotrków Trybunalski in Polen geboren. Der Kurator und Autor ist derzeit Direktor der Kunsthalle Basel. Von 1994 bis 1995 war er kuratorischer Assistent für Film und Video am Zentrum für zeitgenössische Kunst in Warschau. Er war außerdem von 1997 bis 2003 als Kurator für die Stiftung Galerie Foksal in Warschau tätig. In den vergangenen zehn Jahren arbeitete Szymczyk an Ausstellungen und Publikationen von und über Künstler wie Pawel Althamer, Douglas Gordon, Susan Hiller, Job Koelewijn, Edward Krasiński, Claudia und Julia Müller, Gregor Schneider, Piotr Uklanski, Krzysztof Wodiczko. Für folgende Gruppenausstellungen war er u. a. als Kurator tätig: Roundabout (CCA, Warschau, 1998), Amateur (mit Ko-Kuratoren Mark Kremer and Charles Esche, Kunstmuseum Göteborg, 2000) Painters’ Competition (Galeria Bielska BWA, Bielsko-Biała, 2001), Hidden in a Daylight (mit Joanna Mytkowska und Andrzej Przywara, Cieszyn, 2003).